Willkommen

Wir sind Menschen aus Köln und Umgebung, die sich nach den Snowden-Enthüllungen im Sommer 2013 zusammengetan haben. Mit unseren Aktionen und Veranstaltungen möchten wir uns für das Menschenrecht auf Privatheit einsetzen. Mehr über uns.

Nächste Termine:

30. Oktober 2017, 19:30 Uhr – Offenes Treffen im C4
13. November 2017, 19:30 Uhr – Offenes Treffen im C4
27. November 2017, 19:30 Uhr – Offenes Treffen im C4

Demo gegen Überwachung

Veranstalter: digitalcourage e.V.
Datum:
 09.09.2017,  ab 12 Uhr, Demozug um 14 Uhr
Ort: Berlin, Gendarmenmarkt

Wir können es nicht länger mit ansehen. Was die Bundesregierung allein in diesem Jahr an Überwachungsmaßnahmen beschlossen hat, schlägt dem Fass den Boden aus. Die Bundesregierung betritt ein neues Level der Dreistigkeit. Derweil versucht sie sich als modern zu generieren, indem sie überall 4.0 dran schreibt. Aber das können wir auch. Wir fordern „Freiheit 4.0 – Rettet die Grundrechte!“.

Deshalb wird derzeit ein großes Bündnis zusammen getrommelt, um am Samstag, 9. September ein deutliches Zeichen gegen Überwachung in Berlin (und Karlsruhe) zu setzen.

Forderungen:

  • Staatliche Überwachung abbauen!
  • Keine Vorratsdatenspeicherungen!
  • Privatheit schützen: online und offline!
  • Pressefreiheit – Keine Zensur, Einsatz für inahftierte Journalist.innen!
  • Grundrechte, Freiheit und Rechtsstaat sichern!

 

Kulturwandel in der digitalen Gesellschaft - Impulsvorträge mit anschließender Podiumsdiskussion.

VeranstalterInitiative gegen Totalüberwachung e.V.
Datum:
 13.09.2017, 18 Uhr
Ort: Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstr. 29-33, 50667 Köln

Die erst in der Entstehung begriffene Digitalisierung unseres privaten und beruflichen Lebens stellt eine neue, von uns letztlich noch nicht erfassbare Dimension dar, die mit der Erfindung der Buchdruckkunst und des Autos mindestens einen ebenso großen Evolutionsschritt darstellt, ständig neue Fragen und Probleme aufwirft. Dies lässt sich beispielhaft festmachen an den verführerischen, abhängig machenden Angeboten der weltweiten IT-Industrie, Missbräuchen bei politischen Wahlen – auch die Bundestagswahl steht bekanntlich vor der Tür – und unerlaubten Übergriffen von Geheimdiensten.

Unsere Grundrechte auf Privatheit, Meinungsfreiheit und freie Benutzung der Telekommunikationseinrichtungen werden vielfältig eingeschränkt und verletzt. Zu einem großen Teil obliegt es aber auch dem mündigen, informierten Bürger, nicht nur sich selbst vor unerwünschten Übergriffen zu schützen, sondern durch aktive Teilnahme am sozialen und politischen Leben Missbräuche abzustellen bzw. zu verhindern.

Die Initiative gegen Totalüberwachung e.V. will durch diese Veranstaltung einen Beitrag zur Problemerfassung mithilfe sachkundiger Referenten leisten, die in ihren Kurzvorträgen ein breites Spektrum von Problemstellungen ansprechen, die in der anschließenden Podiumsdiskussion vertieft werden sollen, selbstverständlich unter Einbeziehung des Publikums.

Podiumsteilnehmer

  • Gerhart Baum, Bundesinnenminister a.D.: "Der Schutz der Privatheit als neuer Schwerpunkt des Menschenrechtsschutzes durch die Vereinten Nationen"
  • Prof. Dr. Johannes Caspar, Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit: „Datenschutz im Umbruch“
  • Thomas Haldenwang, Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz: „Möglichkeiten und Gefahren des digitalen Wandels als gemeinsame Herausforderung für Staat und Bürger“
  • Prof. Dr. Rolf Schwartmann, TH Köln / Vorsitzender der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V.: „Datenschutz im unternehmerischen Alltag“

Moderation: Ulrich Gineiger, Deutschlandfunk

Präsentation der bekannten Erkenntnisse und Ereignisse aus dem Untersuchungsausschuss mit anschließender gemeinsamer Diskussion.

Datum: 11.08.2017, 20 Uhr
Ort: Autonomes Zentrum Köln, Luxemburger Str. 93, 50939 Köln

Edward Snowden hat 2013 den Überwachungswahn außer Kontrolle geratener Geheimdienste aufgedeckt. Damit verband er Fragen nach Verhältnismäßigkeit, Sinn und ethischer Verträglichkeit.

Snowden wollte dabei der Gesellschaft die Möglichkeit geben, sich selbst eine Meinung zu bilden und eine bewusste Entscheidung zu treffen. Der NSA Untersuchungsausschuss hatte sich das Ziel gesetzt, Ausmaß und Hintergründe der Ausspähungen durch ausländische Geheimdienste in Deutschland aufzuklären. Dabei wurde auch die Beteiligung des BND betrachtet. Im Rahmen des Untersuchungsausschusses wurden zahlreiche kleine und große Skandale aufgedeckt. Bestehende Kontrollmechanismen der Nachrichtendienste haben versagt.

Ebenso spannend wie der eigentliche Untersuchungsgegenstand ist auch die Geschichte der Ermittlungen des Untersuchungsausschuss. Sie ist geprägt von Bespitzelungen des Ausschusses, Behinderung der Ermittlungen, Falschaussagen, Datenlecks, grotesken Anschuldigungen und dilettantischen Schwärzungen.

Der Referent setzt sich privat seit über 10 Jahren gegen anlasslose Überwachungen und für freie Meinungsäußerung ein. Dabei ist er im AK-Vorrat und bei #StopWatchingUS Köln aktiv. Beruflich arbeitet er als Angestellter im IT-Sicherheitssektor und kennt sich sowohl mit technischen Möglichkeiten, wie auch mit üblichen Vorgehensweisen von Angreifern aus. (Es handelt sich aber nicht um einen "Technik-Vortrag".)

Weil am 5. Juni Pfingstmontag ist, haben wir uns entschlossen das Treffen vom 5. Juni auf Montag, den 29. Mai, vor zu verlegen.