Präsentation der bekannten Erkenntnisse und Ereignisse aus dem Untersuchungsausschuss mit anschließender gemeinsamer Diskussion.

Datum: 11.08.2017, 20 Uhr
Ort: Autonomes Zentrum Köln, Luxemburger Str. 93, 50939 Köln

Edward Snowden hat 2013 den Überwachungswahn außer Kontrolle geratener Geheimdienste aufgedeckt. Damit verband er Fragen nach Verhältnismäßigkeit, Sinn und ethischer Verträglichkeit.

Snowden wollte dabei der Gesellschaft die Möglichkeit geben, sich selbst eine Meinung zu bilden und eine bewusste Entscheidung zu treffen. Der NSA Untersuchungsausschuss hatte sich das Ziel gesetzt, Ausmaß und Hintergründe der Ausspähungen durch ausländische Geheimdienste in Deutschland aufzuklären. Dabei wurde auch die Beteiligung des BND betrachtet. Im Rahmen des Untersuchungsausschusses wurden zahlreiche kleine und große Skandale aufgedeckt. Bestehende Kontrollmechanismen der Nachrichtendienste haben versagt.

Ebenso spannend wie der eigentliche Untersuchungsgegenstand ist auch die Geschichte der Ermittlungen des Untersuchungsausschuss. Sie ist geprägt von Bespitzelungen des Ausschusses, Behinderung der Ermittlungen, Falschaussagen, Datenlecks, grotesken Anschuldigungen und dilettantischen Schwärzungen.

Der Referent setzt sich privat seit über 10 Jahren gegen anlasslose Überwachungen und für freie Meinungsäußerung ein. Dabei ist er im AK-Vorrat und bei #StopWatchingUS Köln aktiv. Beruflich arbeitet er als Angestellter im IT-Sicherheitssektor und kennt sich sowohl mit technischen Möglichkeiten, wie auch mit üblichen Vorgehensweisen von Angreifern aus. (Es handelt sich aber nicht um einen "Technik-Vortrag".)