Willkommen

Wir sind Menschen aus Köln und Umgebung, die sich nach den Snowden-Enthüllungen im Sommer 2013 zusammengetan haben. Mit unseren Aktionen und Veranstaltungen möchten wir uns für das Menschenrecht auf Privatheit einsetzen. Mehr über uns.

Am 12. Dezember haben die Aktivisten von #StopWatchingUs Köln in einer bildhaften Performance die Instrumentalisierung von Ängsten durch die Innenminister entlarvt. Im Rahmen der Innenministerkonferenz erklang nahe des Hyatt Hotels in Köln Deutz die ewig alte Leier der Terrorangst – gespielt von Bundesinnenminister Thomas de Maizière, NRW-Innenminister Ralf Jäger und Bundesverfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen.

 

Freitag, 12.12. um 9:15 - 10:30 Uhr Köln-Deutz, an der Ecke Hermann-Plünder-Str/ Mindener Str/ Auenweg auf dem Vorplatz (Kartenansicht).

Am 12. Dezember werden wir in einer bildhaften Performance die Instrumentalisierung von Ängsten durch die Innenminister entlarven. Im Rahmen der Innenministerkonferenz werden wir von 9:15 Uhr bis 10:30 Uhr nahe des Hyatt Hotels in Deutz die ewig alte Leier der Terrorangst erklingen lassen - gespielt von Bundesinnenminister Thomas de Maizière, NRW-Innenminister Ralf Jäger und Bundesverfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. Seid auch Ihr dabei und unterstützt uns, unserer Aktion noch mehr Druck zu verleihen - mit Plakaten, als Straßenmusikanten oder "entrechtete" Bürgerinnen und Bürger.

Neue Überwachungsgesetze werden meist mit einer abstrakten Terrorgefahr gerechtfertigt; zurzeit ist es das Beharren auf die Vorratsdatenspeicherung von Flugdaten auf EU-Ebene oder der Wunsch der Sicherheitsbehörden, auf Mautdaten zuzugreifen. Dabei ist und bleibt Deutschland eines der sichersten Länder der Erde.

#StopWatchingUs Köln kritisiert die Innenminister von Bund und Ländern und die Sicherheitsbehörden, die das Risiko von Terrorangriffen in Deutschland überspitzen und Panikmache betreiben. Statt unsere Grundrechte und unsere Verfassung zu schützen, wollen sie unsere Rechte immer stärker durch neue Überwachungsgesetze aushöhlen. Deshalb spielen wir am Freitag vor der Innenministerkonferenz die ewig alte Leier der Terrorangst. Seid dabei, wenn Innenminister Thomas de Maizière, der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger und Bundesverfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen gemeinsam die Terrororgel erklingen lassen! Spendet auch Ihr Eure Grundrechte!

Weil wir noch an unserem Leierkasten basteln wollen, müssen wir das Treffen im C4 für heute Abend, den 11. Dezember, leider ausfallen lassen. Dafür wirds morgen Früh umso lustiger.

 

Diesen Donnerstag, den 13. November, treffen wir uns nicht wie üblich im C4, sondern im Café Weltempfänger in Köln Ehrenfeld, nahe der Stadtbahn-Haltestelle Piusstraße (OpenStreetMap).

Das Treffen fängt um 19:30 Uhr an und ist wie immer offen. Wir freuen uns über deinen Besuch!

 

Vom 26. bis 29. September fand in Brüssel die internationale Datenschützer-Konferenz "Freedom not Fear" statt. Im Rahmen dieser Konferenz, an der auch mehrere Menschen von #StopWatchingUs Köln teilnahmen, wurde folgende an die EU-Kommission gerichtete Resolution verfasst:

Resolution to the commission of the EU

The Freedom not Fear movement, an assembly of human rights organizations, declares:

The respect for personal privacy and professional secrecy is an essential part of human dignity and any democratic society. A free and open society cannot exist without implicit private spaces and free communication. 

Mass surveillance and blanket collection of information on our communications endanger our society. Such surveillance, as part of everyday life, violates human rights, particularly:

  • the right to privacy and to anonymity
  • religious freedom
  • freedom of expression and information
  • the right to a free press
  • the freedom of movement and association
  • the integrity and confidentiality of communications
  • the right to a fair trial and the presumption of innocence

Everybody is exposed to measures of surveillance and control in an excessive manner, including:

  • the personnel of psychological counselling services
  • medical practitioners
  • trade unionists
  • journalists
  • lawyers

People who feel that they are constantly being watched and monitored are no longer free, are restrained from standing up for their rights and a just society in an unbiased and courageous manner. Accumulating information indiscriminately about all citizens does not enhance our protection against crime; it only costs us billions every year.

The Freedom not Fear movement urges the new European Commission to make the defense of human rights, in particular the right to privacy, the top priority.

We call on the Commission to begin by immediately instituting infringement proceedings against all Member States that

a) continue to require indiscriminate retention of communications data of people who are in no way linked with serious crime despite the judgment of the Court of Justice of the EU of 8 April 2014

b) have their intelligence services process communications data of people who are not even remotely a danger to national security, or that rely on foreign mass surveillance schemes to accomplish internationally what is not allowed nationally.

We also expect the Commission to follow the European Parliament's recommendations on IT security as set out in its resolution of 12 March 2014 on the US NSA surveillance program.

The following organizations signed this resolution:

datapanik.org, Belgium
Metamorphosis, Foundation for Internet and Society from Skopje, Macedonia
Panoptykon Foundation, Poland
Digitalcourage, Bielefeld, Germany
Aktion Freiheit statt Angst e.V., Germany
Datenschutzraum e.V., Germany
#StopWatchingUs Köln, Germany
AK Vorrat, Germany
Vrijbit, Netherlands